Fotos selber entwickeln im Wandel der Zeit

Fotos selber zu entwickeln war jahrzehntelang ein Handwerk, welches ein erhebliches Maß an technischen und chemischen Kenntnissen erfordert hatte. Das Vergrößern und Entwickeln von Schwarz-Weiß- oder Farbfilmen in Dunkelkammern hatte etwas zutiefst mystisches und subversives. Doch die Zeiten des Herumhantierens mit Entwickler und Fixierer sind längst vorbei. Spricht man heute vom "Selber Entwickeln" von Fotos, dann ist dies auf die Fähigkeit mit dem Umgang der Digitalkameras und Bildbearbeitungsprogramme beschränkt. War es früher der Duft von Essig im schummrigen Rotlicht der Dunkelkammer, so ist heute das Hantieren mit Vektoren und Pixeln das Handwerk der Fotoentwicklung.

Unbegrenzte Bearbeitungsmöglichkeiten

Fotos selber entwickeln ist ein Handwerk, welches unabhängig von den Werkzeugen erlernt werden muss. Die Wahl von Auflösungen, Farbfiltern und Bildformaten ist nicht weniger anspruchsvoll als die Kenntnis rund um Härtegrad von Film und Fotopapier. Jedoch sind die technischen Voraussetzungen, welche man für gute Fotos braucht, wesentlich kompakter und freier zugänglich, als es die sperrigen Dunkelkammer einstmals waren. Der Kreativität tut dies aber keinen Abbruch. Auch am Bildschirm sind die Bearbeitungsmöglichkeiten von Bildern ebenso unbegrenzt, wie es vorher am Vergrößerer der Fall war. Die pixelbasierte Fotografie ist äquivalent zur Korngröße der Filme, welche vormals in Kleinbild- und Mittelformatkameras zum Einsatz kamen. Damals wie heute ist die gewählte Auflösung das Maß, wie weit ein Bild vergrößert werden kann. Früher traten beim allzu großen "Aufblasen" von Bildern grobe Strukturen zu Tage, welche die Kristalle des Filmmaterials sichtbar werden ließen. Heute verleiden zu große Pixel das Bild, wenn Auflösung und Format nicht zueinander passen wollen. Statt der sichtbaren Körnung, werden falsch vergrößerte, pixelbasierte Bilder heute unscharf, bilden Treppchen an Kanten oder lassen in ebenmäßigen Farbflächen unschöne Verläufe entstehen. Doch bei Grafiken und anderen, wenig detailreichen Bildern, gibt es eine Alternative: Vektorbasierte Bilder lassen sich beliebig vergrößern, ohne dass ein Qualitätsverlust entsteht. Mit ein wenig Sachkenntnis kann man auch auf Vektorbasis sehr schöne Ergebnisse erzielen. In einem gewissen Umfang lassen sich sogar Digitalfotos in Vektorgrafiken umwandeln. Dazu sind noch nicht einmal teure Spezialprogramme notwendig.

Freeware-Programme laden zum Spielen und Experimentieren ein

Drei Freeware-Programme sind für den Hobbyfotografen echtes Gold wert: Irfanview, Gimp und Inkscape. Irfanview ist im Grunde nur ein Bildbetrachter, welcher aber für schnelle Anpassungen sehr gute Dienste leisten kann. Mal eben schnell die Bildgröße oder das Format verändern, Farbtiefen reduzieren oder andere Veränderungen vornehmen ist die große Stärke dieses frei verfügbaren Programms. Doch nicht nur ein einzelnes Bild lässt sich mit Irfan-View bearbeiten: Mit der Batch-Konvertierung lassen sich ganze Verzeichnisse schnell und automatisch in einer gewünschten Weise abändern. Gimp ist sozusagen das "Photoshop für Einsteiger". Ebenfalls kostenlos im Internet verfügbar, bietet Gimp alles, was für die ersten Schritte beim Hantieren mit Ebenen, Pfaden und Filtern notwendig ist. Es ist vergleichbar mit Bildbearbeitungsprogrammen von vor zehn Jahren. Da sich am reinen Handwerk jedoch nichts geändert hat, ist Gimp für das grundsätzliche Arbeiten mit pixelbasierten Fotos heute immer noch ein hervorragendes Werkzeug. Inkscape ist vergleichbar mit dem Urgestein der vektorbasierten Bilderstellung "CorelDraw". Das Erstellen von Grafiken, Logos und künstlerischen Bildern ist mit Inkscape auch heute noch bestens möglich. Erleichtert wird das Arbeiten mit Linien und Flächen durch umfangreiche Fangeinstellungen. Statt mühsam die exakten Koordinaten zu suchen, kann mit dem "Fang" der korrekte Start- und Endpunkt einer Linie exakt voreingestellt werden. Ebenfalls mit Ebenen arbeitend, verfügt "Inkscape" über eine mächtige Funktion: Die Vektorisierung von Fotos ist mit diesem Freeware-Programm ebenfalls möglich. Das Bild wird dabei in seine Farben zerlegt. Jeder Farbe wird eine Ebene zugeordnet und übereinander gelegt. Das Ergebnis hat zwar keine Fotoqualität, liefert aber eine sehr gute Grundlage für eine frei skalierbare, künstlerische Bearbeitung eines Fotos.

Mit Whitewall die Fotos physisch greifbar machen

WhiteWall bietet nun den Hobby- und Profikünstlern, die selbst entwickelten Fotos den passenden Rahmen zu geben. Mit einer breiten Auswahl an bedrucktem Material kann dem künstlerischem Anspruch eine weitere Dimension hinzugefügt werden. Ob auf strukturierter Leinwand, glattem und hochglänzendem Fotopapier oder sogar als Klebefolie - WhiteWall bietet alles, was für das gewünschte Ergebnis notwendig ist. Ergänzt wird das Angebot von WhiteWall durch eine große Auswahl an Rahmen und Verglasungen. Mit einem intuitiv zu bedienenden Shopsystem, einfachen Bezahlmöglichkeiten und schneller Lieferung ist WhiteWall ein Full Service- Anbieter für die hobbymäßige und professionelle Fotografie.