Feuerwerke richtig fotografieren: 5 Tipps

Von Andrea Bruchwitz - Do, 16.11.2017 - 13:00
Feuerwerk fotografieren über der Skyline
 
Zum Jahreswechsel finden am Nachthimmel gigantische Farbexplosionen statt. Das Fotografieren von Feuerwerkskörpern ist zwar eine technische Herausforderung, dennoch lohnt sich die Mühe. Diese fünf Tipps sollte man unbedingt beachten, damit die Bilder in der Silvesternacht auch gelingen.
 


Tipp 1: Feuerwerk am richtigen Standort fotografieren
 

Bereits einige Tage vor dem großen Feuerwerk sollte man sich die Umgebung genauer ansehen: Welcher Standort eignet sich am besten, um das Lichtermeer zu fotografieren? Damit keine Personen ins Bild laufen, sollte man sich auf eine höher gelegene Ebene begeben, etwa ein Häuserdach oder einen Hügel.

Die Architektur im Hintergrund ist ebenfalls ein wichtiges Gestaltungsmerkmal: Soll das Feuerwerk vor einer Skyline oder vor dem schwarzen Nachthimmel fotografiert werden? Wer in einer Großstadt lebt, kann die Silhouetten von berühmten Bauwerken einbauen - ein wirkungsvoller Effekt!

Die Bildkomposition ist wichtig: Feuerwerke mit der Kamera richtig fotografieren

Ein besonders wirkungsvoller Effekt entsteht, wenn ein Gewässer im Bildausschnitt liegt. Die Lichter spiegeln sich im Wasser und das Bild erhält eine weitere Dimension.

Tipp 2: Das richtige Equipment mitnehmen
 

Beim Fotografieren eines Feuerwerkes ist jede kleine Verwacklung auf dem Bild sichtbar – daher sollte man unbedingt ein Stativ verwenden. Sogar beim Drücken des Auslösers kann es zu minimalen Bewegungen kommen, die auf dem Bild deutlich zu sehen sind. Ein Stativ stabilisiert die Kamera, ein Kabelfernauslöser verhindert den Kontakt mit der Kamera.

Tipp: Neue Kameramodelle lassen sich auch über Smartphone-Apps steuern. Je nach gewünschter Bildkomposition kann das Feuerwerk mit einem Tele- oder Weitwinkelobjektiv festgehalten werden. Wer sich für ein Teleobjektiv entscheidet und die Details des Lichtspiels einfangen möchte, sollte auf klare Wetterverhältnisse achten. Wählt man für einen größeren Radius ein Weitwinkelobjektiv, dann sollte es auf 10-55 mm eingestellt sein.

Feuerwerk fotografieren und gekonnt auf den Auslöser drücken: Die perfekte Bildkomposition und Belichtung

Tipp 3: Feuerwerk richtig fotografieren mit manuellen Kameraeinstellungen
 

ISO-Wert

Durch den dunklen Hintergrund ist eine lange Belichtungszeit von 10-30 Sekunden nötig. Damit es nicht zum gefürchteten „Bildrauschen“ kommt, muss der ISO-Wert so niedrig wie möglich eingestellt sein (ISO 100 oder ISO 200).

Blende

Die Blende sollte möglichst geschlossen sein, um Tiefenschärfe und Belichtungszeit zu erhöhen. Je kleiner das Blendenloch ist, desto weniger Licht gelangt in die Kamera. Achtung: Dies bedeutet, dass der Blendenwert möglichst hoch ist, denn es gilt die Formel hoher Blendenwert = kleine Blendenöffnung.

Die meisten Objektive haben beim Blendenwert 8 ihren "Sweet Spot" - dies ist der Bereich, in dem die Auflösungsleistung am höchsten ist. 

Fokus

Der Autofokus findet in der Dunkelheit keinen greifbaren Punkt und muss ausgeschaltet sein. Den manuellen Modus stellt man idealerweise auf „unendlich“ ein - dies ist bei den meisten Kameras mit einer Endlosschleife gekennzeichnet.

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit ist enorm wichtig: Je länger man das Feuerwerk belichtet, desto länger wirken die Raketenverläufe. Durch die Einstellung „Bulb“ belichtet die Kamera das Feuerwerk so lange, wie der Finger auf dem Auslöser liegt. Tipp für Fortgeschrittene: Hält man nach der Explosion eine Hand vor das Objektiv, um die Belichtung abzubrechen, nimmt der Sensor keine Lichtspuren mehr auf – sobald die nächste Rakete explodiert und die Hand weggenommen wird, kann schon wieder Licht auf den Sensor gelangen.

Feuerwerke richtig fotografieren: Die perfekte Belichtungszeit für ein Feuerwerk mit Lichtspuren

Tipp 4: Feuerwerke in Bilderreihen fotografieren
 

Da man den genauen Zeitpunkt der Explosion nicht festlegen kann, sollte man möglichst viele Bilder machen. Es gehört immer ein wenig Glück dazu, um die Rakete in der richtigen Sekunde im ausgewählten Bildausschnitt einzufangen. Bilderreihen vergrößern die Wahrscheinlichkeit, im richtigen Moment ein gelungenes Foto zu machen.

Achtung: Bei starkem Wind sollte die Kamera so platziert werden, dass der Wind von hinten kommt – ansonsten verdeckt der verwehte Rauch die Leuchteffekte und die Bilder gelingen nicht.

Tipp 5: Das richtige Trägermaterial wählen
 

Die Fotografien kommen besonders zur Geltung, wenn das Trägermaterial Kontraste und Farben brillant darstellt. Zudem sollte das Medium tiefes Schwarz intensiv wiedergeben können. Glänzende Produkte wie ein HD Metal Print oder ein Acrylglasfoto sind ideal geeignet.

Feuerwerk fotografieren mit höchster Schärfe: Feuerwerk in perfekter Bildkomposition auf HD Metal

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Eine extravagante Alternative ist ein glänzender Foto-Abzug hinter Gussharz: Die luxuriöse Kaschierung aus kristallklarem Harz hat eine brillante Oberfläche und abgerundete Kanten. Die Fotografie wirkt so realistisch, als explodiere das Feuerwerk noch einmal - so hält man es für die Ewigkeit fest.

Feuerwerk fotografieren mit einem Weitwinkelobjektiv: So gelingen die Bilder in jeder Umgebung

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