Fotografieren im Winter: So entstehen atemberaubende Bilder

Von Andrea Bruchwitz - Do, 24.11.2016 - 16:47
 Tipps für die besten Winter-Bilder

Stille Eislandschaften, glänzende Tannenzapfen und verschneite Baumkronen – für Fotografen bricht eine inspirierende Jahreszeit an. Damit die Aufnahmen auch gelingen, gibt WhiteWalls Produktmanager und Fotoexperte Jan-Ole Schmidt wertvolle Tipps.

Tipp 1: Einen Weißabgleich machen

Weißer Schnee hat durch die extremen Lichtverhältnisse häufig einen leichten Blaustich oder einen Grauschleier. Ein Weißabgleich wirkt wahre Wunder und passt die Kamera an die Farbtemperatur des Aufnahmeortes an.

winter fotografie weißabgleich

Tipp 2: Mit Blitz fotografieren

Kräftiges Sonnenlicht, Gegenlicht oder helle Reflexionen vom Schnee erzeugen harte Schattenränder. Die Aktivierung des Blitzes korrigiert das Licht und verhindert dunkle Bereiche. Vor allem bei Portraitaufnahmen ist weicheres Licht wichtig, damit Fältchen und Unebenheiten kaschiert werden.

Tipp 3: Schneegestöber richtig belichten

Da die Lichtverhältnisse bei herunterfallenden Schneeflocken eher düster sind, löst die Kamera automatisch den Blitz aus. Dieser beleuchtet allerdings nur die Flocken in unmittelbarer Nähe. Mit einer längeren Belichtungszeit hat die Kamera genügend Zeit, um Licht einzufangen. Dabei entsteht ein schöner Nebeneffekt: Die fallenden Flocken hinterlassen weiße Streifen.

winter fotografie richtig belichten

Tipp 4: Gegen Kälte schützen

Nicht nur der Fotograf hat mit der Kälte zu kämpfen - auch die Kamera und die Akkus sind empfindlich. Batterien verlieren mit zunehmender Kälte ihre Leistung, daher ist es ratsam, die Kamera und die Akkus nahe am Körper zu tragen. Nach dem frostigen Ausflug sollte die Fotoausrüstung wieder akklimatisiert werden. Um kondensierte Flüssigkeit auf der Kamera und dem Objektiv zu vermeiden, hilft eine schützende Plastiktüte - so setzt sich das Kondenswasser außen ab. Tipp: Trockengranulat in der Kameratasche schützt zusätzlich vor Feuchtigkeit.

Tipp 5: Abzug und Kaschierung dem Motiv anpassen

Die besondere Wirkung von Winterfotografien kann auch durch die gezielte Wahl der Kaschierung unterstützt werden. Für kontrastreiche Motive mit eisigem Schimmer eignet sich der HD Metal Print. Er sorgt für einen Hochglanzeffekt und hebt die Farbakzente hervor.

winter fotografie hd metal print

Naturmotive haben auf organischem Material eine besondere Wirkung: Beim Direktdruck auf Holz werden weiße Bereiche ausgespart, sodass die Birkenholzmaserung hindurchschimmert. Das verwendete Holz wird in einem einzigen Stück vom Baum abgetragen - so ist auch bei Großformaten eine durchgehende Maserung garantiert. Wer sein Foto auf Holz drucken lässt, gestaltet also ein warmes Kunstwerk mit rustikalem Flair.

winter fotografie foto auf holz

Für detailreiche Makro-Aufnahmen, wie Eisblumen oder gefrorene Regentropfen, eignet sich ein Foto auf Acrylglas als ultraHD-Abzug. Feinste Details werden sichtbar und es entstehen gestochen scharfe Bilder – unter glänzendem Acrylglas leuchten die Farben noch brillanter.

winter fotografie foto auf acryl als ultra hd

Tipp 6: Den Effekt durch eine Rahmung verstärken

Schneebedeckte Landschaftsaufnahmen strahlen Ruhe und Klarheit aus. Mit einem hochwertigen Massivholz-Rahmen wird dieser Eindruck verstärkt und die Fotografie wirkt noch imposanter.

winter fotografie rahmen

Für eine klassisch-elegante Fotopräsentation eignet sich ein Druck auf Hahnemühle FineArt Papier, eingerahmt von einem Echtholzrahmen mit einfachem oder doppeltem Passepartout. Hahnemühle Papier ist durch seine feine Struktur besonders gut geeignet, etwa das hellweiße Torchon mit mattem Finish (285 g/m²) oder das naturweiße William Turner Büttenpapier mit matter Oberfläche (310 g/m²).

winter fotografie hahnemühle print

Mit diesen Tipps gelingen künstlerische Winterfotografien, die im eigenen Zuhause wirkungsvoll inszeniert werden können. Während des Fotografierens sollte man sich allerdings viel Zeit lassen und verschiedene Kompositionen ausprobieren. Der legendäre Meister Helmut Newton sagte bereits: „Die ersten 10.000 Aufnahmen sind die schlechtesten.“

winter fotografie komposition