Sebastião Salgado auf den Spuren unserer ursprünglichen Welt: Genesis

Von Lisa Brettschneider - Mo, 29.06.2015 - 11:37
Sebastião Salgado auf den Spuren unserer ursprünglichen Welt: Genesis | WhiteWall

Sebastião Salgado, der auf einer Farm aufgewachsen ist, spürte schon immer die tiefe Verbundenheit mit der Natur. Bereits in seinen ersten Langzeitprojekten „Workers“ (1993) und „Migrations“ (2000) erweiterte er unseren Blick für sozio-ökonomische Verhältnisse. Die letzten acht Jahre widmete er einem neuen Projekt: Genesis – in der Zeit rückwärts gehen – eine Erinnerung an eine unberührte Welt. Entstanden ist ein faszinierender Bildband zum Blättern, Staunen und oftmals auch Schmunzeln.


„Rund 46 Prozent des Planeten sind noch immer in dem Zustand, in dem er sich bei ihrer Entstehung befunden hat. Wir müssen das bestehende wahren.“

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Unser Ursprung, nicht weniger. Salgado verwebt mit diesem großen Bildband seine intensiven Erlebnisse und Eindrücke einer einzigartigen, faszinierenden Reise um die ganze Welt. Zu Fuß, auf der Hochsee, in Ballons war er unterwegs - Er erlebte atemberaubende Natur, faszinierende Tierwelten und außergewöhnliche Völker, welche unberührter nicht zu finden sind. Seine Bilder geben einen tiefen und nachhaltigen Einblick in unsere ursprüngliche Welt und den endlosen Zyklus des Lebens. Fünf Kapitel präsentieren jeweils eine große Region der Erde – das Ergebnis ist ein Mosaik der Natur selbst. Alle Fotografien in Genesis sind Schwarzweiß und haben dadurch eine Aura des Künstlerischen: ein Stilmittel welches das Besondere an den Aufnahmen unterstreicht. Salgado hat in diesem Buch durchaus nicht auf Farben verzichtet, er bereicherte seine Fotos durch grafische Qualitäten. Den Blick des Betrachters schärfen, die Wahrnehmung auf das Besondere fokussieren: Das sind die Stärken dieses prächtigen Bildbandes, der durch überraschende Detailaufnahmen besticht und durch Szenen aus einer unberührt scheinenden Natur abgerundet wird.