Smartphone-Fotografie: Fotografieren wie ein Profi

Von Fabian Peters - Do, 15.09.2016 - 17:07

Mit diesen Tipps von WhiteWall gelingen die besten Smartphone-Bilder.

Ob endlose Strände, beeindruckende Architektur, faszinierende Landschaften oder fremde Kulturen: Gute Motive ergeben sich ständig, in der Regel jedoch unerwartet und spontan. Die teure Spiegelreflexkamera ist mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch nicht immer griffbereit und kann aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts oftmals umständlich und lästig sein. Glücklicherweise stellen Smartphones heutzutage häufig eine adäquate Alternative dar: Die eingebauten Kameras sind mittlerweile extrem leistungsfähig und technisch inzwischen so weit, dass auch mit ihrer Hilfe hochwertige Motive entstehen können. Mit diesen Tipps von WhiteWall gelingen die besten Smartphone-Bilder:

1. Die Linse säubern

Fingerabdrücke und kleine Fussel auf der Linse verhindern auch beim besten Motiv ein gelungenes Foto. Bevor Sie mit dem Fotografieren beginnen, sollten Sie die Linse immer mit einem trockenen, weichen Tuch säubern.

Beim Fotografieren mit dem Smartphone muss die Linse immer sauber sein.

2. Optimierung von Bildauflösung und Weißabgleich

Die meisten Smartphones haben verschiedene Auflösungen, die man manuell auswählen kann. Damit das Foto im Großformat nicht verpixelt ist, sollten Sie stets die höchste Bildauflösung einstellen. Viele Smartphones ermöglichen zudem einen Weißabgleich: Diese Funktion passt die Kamera an die Farbtemperatur des Aufnahmeortes an. Rötliche, unnatürliche Farbtöne, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann, werden korrigiert.

3. Alle Filter ausstellen

Auch wenn Fotofilter bei „Selfies“ oder abendlichen Schnappschüssen häufig kleine Schönheitsfehler verschwinden lassen, schränken sie in der künstlerischen Fotografie den kreativen Spielraum ein. Die Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung sind extrem begrenzt, wenn bereits ein voreingestellter „Sepia-Filter“ auf dem Foto liegt. Daher gilt: Stellen Sie immer den Filter aus, damit Sie anschließend das reine Rohmaterial bearbeiten können.

4. Die ISO-Einstellung anpassen

Wer bei wenig Licht fotografiert, etwa in den Abendstunden oder in spärlich beleuchteten Innenräumen, muss mit unscharfen und körnigen Bildern rechnen. Der Grund: Die Kamera hat bei schwacher Ausleuchtung eine langsamere Auslösegeschwindigkeit. Eine niedrig einstellte ISO-Empfindlichkeit verhindert das „Bildrauschen“ bei wenig Licht. Beim Fotografieren sollten Sie das Smartphone allerdings fixieren – die eigene Hand zittert zu stark.

5. Keinen Blitz verwenden, sondern auf natürliches Licht setzen

Mit dem internen Blitz entstehen meist unnatürliche, überbelichtete Bilder. Strahlendes Sonnenlicht wirkt hingegen wahre Wunder und bietet ideale Lichtverhältnisse. Dabei gilt es, harte Kontraste zu vermeiden und die Sonnenstrahlen nicht direkt ins Objektiv fallen zu lassen. Tipp: Grundsätzlich sollte sich die Lichtquelle immer hinter dem Fotografen befinden.

Natürliches Licht ist ideal für Smartphone-Bilder.

6. Keine Experimente mit der Fokussierung machen

Wenn das zu fotografierende Objekt sehr nahe an der Linse ist, kann es die Kamera aufgrund ihrer kurzen Brennweite nicht erfassen. Eine flache Tiefenschärfe oder aufwändige Effekte wie Bokeh, also ein bewusst gestalteter Unschärfebereich, eignen sich grundsätzlich nicht für die Smartphonefotografie.

7. Auf den Zoom verzichten

Der Fotograf sollte keinen Zoom verwenden und sich dem Motiv lieber physisch annähern. Das „optische“ oder auch „digitale“ Zoomen verändert lediglich den Bildausschnitt und streckt ihn mittels Interpolation auf die volle Größe. Dies führt zu Qualitätseinbußen. Tipp: Einige Smartphone-Hersteller bieten mittlerweile Zoom-Objektive an, um dieses Problem zu umgehen.

8. Bei Portraits auf Augenhöhe bleiben

Bei Portraitfotografie mit dem Smartphone gilt, das Modell immer auf Augenhöhe abzulichten – selbst wenn das Gegenüber auf einem Stuhl sitzt und man sich hinknien muss. Die portraitierte Person sollte den Blick auf den Rand oberhalb der Smartphone-Linse richten – das öffnet den Blick. Weiches, warmes Licht verhindert dabei störende Schatten, Augenringe und zusammengekniffene Augen.

Portraits sollten immer auf Augenhöhe gemacht werden, dies gilt auch für Bilder mit dem Smartphone.

9. Ausprobieren und experimentieren

Wer mit Perspektiven, Licht und Komposition variiert und seine kreativen Säfte fließen lässt, erzielt die besten Ergebnisse. Fotografie ist ein ästhetischer Prozess, der tief im Unterbewusstsein entsteht. Wenn etwas nicht funktioniert, probieren Sie etwas Neues aus oder verändern Sie eine feine Nuance. Die besten Bilder entstehen im „Flow“. Als Fotograf spüren Sie das richtige Zusammenspiel aus der Umgebung und dem Motiv, also gehen Sie intuitiv vor – so entsteht wahre Kunst.

Die Alternative für zu viele schöne Momente: das Fotobuch

Wer sich nicht für ein Motiv entscheiden kann und lieber mehrere Schnappschüsse von Freunden und Familienmitgliedern in seinen Händen halten möchte, kann seine Erinnerungen alternativ auch in einem edlen Fotobuch zusammenstellen.

Das WhiteWall Fotobuch zeigt die schönsten Erlebnisse in höchster Qualität.

 

Welche alternativen Smartphone- und App-Trends fernab von gängigen Modellen wie dem iPhone und Applikationen wie Instagram auszumachen sind, worauf es ankommt, damit hochwertige Smartphoneaufnahmen gelingen und welche Aspekte zu beachten sind, um die Druckfähigkeit der eigenen Motive zu ermitteln, erfahren Sie in unserem kostenlosen: eBook zum Thema Smartphone-Fotografie

  • Gastbeitrag von Pavel Kaplun: 10 Tipps für gelungene Smartphonefotos
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Andrea Bruchwitz / Fabian Peters
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