Urbane Straßenfotografie von Frank Desiront | Ein Interview

Von Fabian Peters - Fr, 10.04.2015 - 12:18
Urbane Straßenfotografie von Frank Desiront | Ein Interview | WhiteWall

Der Luxemburger Frank Desiront liebt Fotografie. Und er will seine Leidenschaft mit anderen Menschen teilen. Dafür möchte er jedoch keine langen, komplizierten Wege gehen. Desiront mag es schlicht, simpel und gut – und ist damit bei WhiteWall genau an der richtigen Stelle. Seine Liebe zur Fotografie entwickelte sich 2001 während eines Kurses über Schwarzweiß-Aufnahmen. Plötzlich wurden ihm die Möglichkeiten der Darstellung bewusst und das Thema Fotografie wurde zu seiner großen Passion. Weit bevor er selbst hinter der Kamera aktiv war, faszinierten ihn klassische Abbildungen des Amerikanischen Lifestyles, diese Mischung aus Kitsch und Kult, die mehr Schein als Sein verkörpern: alte amerikanische Autos, Drive-In Schalter, der sagenumwobene Venice Beach, heruntergekommene Barber-Shops.

In seinen eigenen Arbeiten greift er diese Thematik auf, sein Fokus gilt der urbanen Straßenfotografie. Auf den Spuren seiner Leidenschaft reiste Frank Desiront selbst in die USA und entdeckte die moderne Seite der amerikanischen Städte, die jedoch immer noch den Look und das Flair der 50er und 60er Jahre verkörpern. Hier findet er die Inspiration, die er zum Fotografieren gesucht hat: eine Mischung aus Einöde, surrealen Farben und theatralischen Szenarien. Viele dieser Motive hält er auch mit seiner Polaroid-Kamera fest. Umso wichtiger ist es für Desiront diese Motive vergrößern zu können ohne den ursprünglichen Look dieser Aufnahmen zu zerstören. Bei WhiteWall kann er seine Polaroids einscannen und erhält ein absolut farbechtes Ergebnis, das ihn von Anfang an begeistert hat. Trotz seines Faibles für die USA reist der Fotograf auch bewusst in andere Länder. Jedes Land, jede Stadt hat ihr eigenes Gesicht, das Frank Desiront zeigen und festhalten möchte. Seine Aufnahmen sind Souvenir und Dokumentation zugleich. Den Schwerpunkt legt er bei all seinen Fotografien auf die architektonischen Besonderheiten, die den individuellen Charme des Ortes ausmachen. Um die Aussage seiner Bilder zu unterstützen wählt er bewusst aus zwei Kaschierungs- und Veredelungsvarianten: dem schwarzen Massivholz-Rahmen mit weißem Passepartout und der Acrylglas-Versiegelung. Beide Varianten wirken durch ihre Verarbeitung edel und schlicht und stellen das Motiv in den Vordergrund.

Als der Fotograf vor einem guten halben Jahr neben den Qualitäten des Foto Fachlabors auch die Bilderwelt entdeckte, war er restlos begeistert. Vor allem die Entscheidung einer Jury über die Aufnahme von Werken überzeugte ihn. Schließlich soll es um Qualität gehen, nicht jedes Bild kann überzeugen. "Wen interessiert es schon, sich durch hunderte mittelmäßige Bilder zu klicken", bei WhiteWall kann man sich täglich über die Neuzugänge in der Bilderwelt innerhalb weniger Minuten einen Überblick verschaffen.

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Welchen Qualitätsstandard sollte ein Fotofachlabor für Sie vertreten? Ich lege großen Wert auf die Papierqualität, diesbezüglich auch auf die Farben. Sieht ein Foto auf Papier billig oder blass aus, verliert das Ganze seinen Charme und seine Professionalität. Diesen Effekt hat man auch bei diversen Zeitschriften: Vergleicht man Fotomagazine, die auf dickerem und glänzendem Papier gedruckt sind mit den günstigeren Ausgaben, wird der Unterschied sofort deutlich. Bei dem hochwertigen Magazin ist man sofort beeindruckt und hat Spaß beim Durchblättern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man als Kunde die Möglichkeit haben muss, eine automatische Korrektur der Farben zu vermeiden. Einige Fotolabore passen die Farben vor dem Druck so an, wie sie es als "besser" empfinden. Das Endresultat muss jedoch nicht unbedingt der Vorstellung des Fotografen entsprechen. Dank dem Softproofing bei Whitewall hat man die Wahl. Man erhält eine Vorschau mit mehreren Farbkorrekturen und Effekten aus der man sich vor dem Druck die eigene Variante heraussuchen kann. So gibt es zum Schluss keine bösen Überraschungen.    Welche Veredelungsvarianten bringen Ihre eigenen fotografischen Arbeiten am besten zur Geltung?   Ich selbst nutze eigentlich nur zwei Varianten der Veredelung: den schwarzen Massivholz-Rahmen mit weißem Passepartout oder die Acrylglas Versiegelung. Den Rahmen benutze ich meistens bei Fotos, bei denen das Hauptsubjekt im Bild liegt oder die Einteilung des Bildes im Vordergrund steht. Liegt der Fokus auf der Darstellung der Farben oder der gesamten Entfaltung des Motivs, tendiere ich eher zur Acrylglas-Versiegelung, da ein Passepartout das Ganze einengen würde.

Wie sind Sie auf das Fotofachlabor WhiteWall aufmerksam geworden?   Da ich von den echten Foto-Abzügen unter Acrylglas einiger LUMAS Bilder sehr beeindruckt war, wollte ich meine eigenen Fotos ebenfalls auf diese Art und Weise veredeln und kaschieren lassen. Diesbezüglich setzte ich mich mit der Editionsgalerie LUMAS in Verbindung, die mich anschließend zu ihrem Foto Fachlabor WhiteWall und der Homepage weitergeleitet haben.  Seit wann nutzen Sie den Kunstmarkt, um Ihre Werke anderen zugänglich zu machen?  Es ist noch gar nicht so lange her, als ich den WhiteWall Kunstmarkt für mich entdeckte und darüber nachdachte, dort selbst aktiv zu werden. Da ich gerne meine eigenen Fotos zur Schau stelle und sie mit anderen teile, war es klar, dass ich einige meiner besten Shots auf Whitewall zum Verkauf anbieten möchte.   Was hat Sie überzeugt mit WhiteWall zusammen zu arbeiten?  Ich habe vor rund sechs Monaten angefangen meine Fotos der Jury auf Whitewall vorzustellen, da ich es toll fände, wenn Menschen und Fotografen aus verschiedenen Ländern meine Bilder interessant finden würden und auch tatsächlich meine Werke erstehen könnten. Fotografie nimmt viel Zeit in Anspruch und kostet natürlich auch eine ganze Menge Geld: die Hardware (Kamera, Linsen, Stativ, ...), das Reisen, die Bearbeitung und vieles mehr. Durch den Verkauf meiner Bilder auf dem WhiteWall Kunstmarkt fange ich meine Kosten ein Stück weit auf. Diesen Gewinn investiere ich in weiteres Fotomaterial und in meine Ausrüstung, um mich auf dem Gebiet der Fotografie immer weiter fortzubilden und zu verbessern. Eine perfekte Symbiose.   Was unterscheidet, Ihrer Meinung nach, WhiteWall von anderen Fotofachlaboren?  Whitewall ist ein Foto Fachlabor, das die Acrylglas-Versiegelung zu einem fairen Preis anbietet und dazu die Qualität spitzenmäßig hält. Der Service ist schnell und qualitativ gut. Wo sonst kann man zum Beispiel Polaroids einscannen, digital vergrößern und dann als echten Fotoabzug unter Acrylglas versiegeln lassen? Und das, ohne das ursprüngliche Flair dieser Fotokunst zu verlieren, das finde ich klasse! Ebenfalls bin ich vom kostenlosen Kunstmarkt, den ich für mich entdeckt habe, absolut begeistert. Andere Anbieter beantragen zum Beispiel eine jährliche Anzahlung, für einen weitaus weniger guten Service. Auch, dass eine Jury über die Veröffentlichung und Aufnahme der Bilder entscheidet, finde ich sehr positiv. Somit ist eine Qualität der Werke garantiert und für die Fotografen ist es ein guter Ansporn.  Würden Sie WhiteWall anderen Künstlern empfehlen?  Whitewall kann man mit Apple vergleichen: schlicht, simpel und gut. Die Seite ist nicht überladen mit "Fillers" und es fehlt an keinen Funktionen. Ebenfalls ermöglicht Whitewall so viele unterschiedliche Druckoptionen, wovon einige Labore nicht mal die Hälfte anbieten können. Die Web-Oberfläche und das Design sind absolut professionell. Also: Ja, ich würde das Labor jederzeit weiterempfehlen.

Fotos: Frank Desiront, Text: Claudia Haevernick